Veit Loers, mit vielen Kulturwassern
(auch dem aus der Donau) gewaschener Bewerbungsmacher in Sachen 2010
und Teil des 'Fünferrats', enttäuschte mit billiger Provokation und
lieblos aufgewärmten Süppchen aus den bereits vorliegenden
unsäglichen Bewerbungsbüchern beim dritten kultuRklub.
Schielt man auf bundesweite Schlagzeilen mit einem in München
verbotenem Motiv?
Der gekreuzigte Frosch von Martin Kippenberger, Zither und Quetsche,
die Video-Performace Tokyo Santa und der Vorschlag, Kurienkardinal
Ratzinger (übrigens nicht mehr papabile, lieber Herr Loers, da schon
zu alt!) zum 2010-Botschafter zu ernennen, gähn! Umdrehen,
weiterschlafen!
Schauspielschul-Initiatorin Maike Fabian (was diese berechtigt zu
lehren, wird noch zu untersuchen sein!), 'toll, die muss das ja
nicht machen, tut es aber, setzt sich ein für Kultur in R., Frau
Hellwig-Schmidt organisiert ihre donumenta in
Eigeninitiative, niemand zwingt sie dazu, auch die 'Grazer' agieren
nicht der Not gehorchend, sondern dem eigenen Triebe. Das zeigt, es
tut sich was!'
Gesehen und gesprochen hat die meisten der o.G. Herr Dr. Loers, nach
eigenem Bekunden, freilich noch nicht, aber Bürgerengagement, nicht
wahr, 'lieber Klaus Caspers, du weißt das noch vom ersten Bürgerfest
her, ist präsent in der Stadt und prägt sie.'
Und dass das irgendwann alles mal kommerzialisiert wird, ja, das ist
halt nun mal so. Und Mut zur Lücke! Schnupftabakfabrik, lasst sie
nur so stehen, in 20 Jahren geht man mit alter Bausubstanz
vielleicht viel sorgsamer um.
Hat man halt so gemacht, damals, Anfang des 21. Jahrhunderts.
Stadtplanung soll Brachen zulassen.
Vielleicht so eine wie an der Ecke Auer- / Alte Manggasse?
Ytongsteine!
Vielleicht sind die in 30 Jahren, nackt und bloß und
graffiti-verschmiert ganz groß in Mode?
Fazit! Ist ja doch ganz gut, der Schnetz'-, Feilsche- und Ungersche
Bewerbungskatalog zur Kulturhauptstadt 2010.
Marie Schandri, ja eine der ganz Großen, Köchin im Goldenen Kreuz,
die reißt's raus, die macht was her! Da geraten Brüssel und Berlin
ins Schwärmen!
Im Nachhinein war Ungers Idee mit dem Geißgespann vor einem Fass'l
Kneitinger vielleicht doch nicht so schlecht...!
Der Wirt vom Bischofshof wusste auch
nicht so recht, wie es ihm nun gefallen sollte, bei der Talkshow im
blasphemischen Herrgottswinkel.
Ein Frosch am Kreuz.
Aufforderung Vegetarier zu werden? Fenchel statt Froschschenkel!
Christliche Symbolik als Signal, Kröten- und Lurch-Sterben zu
stoppen?
Lasst (auch) Kunst von minderer Qualität zu, so Loers' Postulat.
Geld kostet auch die! Und dass die 'Fünferbande' keinen schlechten
Schnitt macht, lässt sich denken.
Aber wenn dann bei Besuchern des kultuRklubs das Gefühl aufkommt,
Regensburg hat ohnehin keine Chance und Schmid+Lindinger, Eichel,
Loers und Müller wiederholen immer wieder Bremen oder Essen mache
das Rennen, fragt man sich, was soll das Ganze?
Was kommt?
Was hat die 'Fünferbande' denn nun vor?
Veit Loers am Tag vor Heiligabend.
Es sah so aus, als unternahm er den hilflosen Versuch, sich als
Kabarettist zu produzieren. Pünktlich zu Harald Schmidts Neustart in
der ARD war der offizielle Teil beendet, die Teichmänner in Ehren,
aber Lästermaul Schmidt lockte da mehr.
Eine öffentlich Diskussion fand nicht statt. Die kam nur nach Veit
Loers' Beitrag in kleinen Gruppen bei Regensburger Bier in kleinen
schicken Gruppen zustande.
Irgendwie schade um das Geld, das die neuen 2010-Bewerber ausgeben.
Transparenz? Nach wie vor Mangelware!
Und nach fünf Wochen im Amt zeitigt der Kurswechsel noch keinen
greifbaren Erfolg, weder in einer Mobilisierung der Bevölkerung
Regensburgs noch in Bezug auf Publicity auf nationaler oder gar
internationaler Bühne.
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